Himmelfahrtstreffen- Fahnenweihe - Stubenschildjubiläum
1999
der ehrb. Gesellschaft, der rechtschaffenen fremden Zimmer- u. Schieferdeckergesellen zu Lübeck
Bilder des Treffen
Reden zum Empfang im Rathaus zu Lübeck
Pressespiegel
Gesellschaft der rechtschaffenen fremden Zimmer- undSchieferdeckergesellen zu Lübeck ![]()
Hansahof, Helmholtzstr.1 2, 23562 Lübeck, TeI. 0451/52050
Altgeselle Werner Frenz. Lübecker Str. 65.23628 Krummesse.Tel. 045081463
Festrede zum 200jährigen StubenschiId - JubiIäumund zur Fahnenweihe am 14. Mai 1999 um 11.00 Uhr im Bürgerschaftssaal
der Hansestadt Lübeck
Mit Gunst und Verlaub, mit Gunst!
200 Jahre Stubenschild der fremden Zimmergesellen zu Lübeck!!!Einerhebendes Jubiläum für unsere Lübecker Gesellschaft unddarüber hinaus für alle rechtschaffenen Gesellen!Generationenvon jungen Handwerkern haben sich unter dem Stubenschild erwandert undgelobt, drei Jahre und einen Tag rechtschaffen auf Wanderschaft zu gehen.Diese ehrwürdige Tradition hat sich über Jahrhunderte bewährtund wird auch in Zukunft Bestand haben. Denn wie können junge MenschenLand und Leute besser kennenlernen, Lebensgewohnheiten anderer Völkerbesser verstehen lernen, andere Arbeitstechniken besser studieren könnenund andere Kultur- und Lebenskreise besser erfahren und reflektieren können,als durch das Arbeiten, Wohnen, Leben, Feiern und Kommunizieren vor Ortim Volk. Schöner und effizienter kann sich junges Leben kaum entfalten.Insofern war, ist und bleibt die Wanderschaft ein persönlichkeitsbildendesElement, das Geist und Seele ein Leben lang beflügelt.
Sehr geehrter Herr Stadtpräsident,
im Namen der Gesellschaft der rechtschaffenen fremdenZimmer- undSchieferdeckergesellen zu Lübeck danke ich Ihnen von ganzemHerzen für die treffenden und bewegenden Worte. Wir LübeckerGesellen und die Kameraden aus aller Welt wissen diese Ehre zu schätzen,die die Hansestadt Lübeck durch den Empfang in diesen historischenMauern unserer Zunft entgegenbringt. Ein würdiger und angemessenerRahmen für unser 2oojähriges Jubiläum und zugleich fürein Stück Kulturgeschichte unserer Hansestadt Lübeck.
Ferner begrüße ich von dieser Stelle im Namen
die Vertreter des Lübecker Bauvereins,
der Kreishandwerkerschaft,
der Bauinnung und
der Industriegewerkschaft BAU
Wir freuen uns, daß Sie unserer Einladung gefolgtsind.
Ganz besonders begrüße ich alle Kameraden,die von nah und fern zugereist sind; um gemeinsam mit uns das Jubiläumzu Mit Sicherheit haben die meisten von Euch hier in Lübeck wiedernostalgischen Boden betreten.Mein Gruß gilt auch allen Angehörigen,Freunden und Gästen, die gerne unter uns verweilen und an unseremFest teilhaben.Doch ganz besonders möchte ich unsere Kameraden ausÜbersee begrüßen, die in treuer Verbundenheit mit uns geradeeingeflogen sind.
Ich begrüße die Altgesellen:
Bernd Martens aus Florida, USA,
Helmut Skarupke aus Johannesburg, Südafrika, der vor über 40 Jahren von Lübeckaus dort
hinzog.
Stefan Tiedemann aus Ilheus Bahia, Brasilien, ein Lübecker Urgestein, dessen Vaterund Großvater
als fremde Zimmerleute auch hier anwesend sind.
Werte Kameraden, das 2OOjährige Stubenschild - Jubiläumerfüllt uns mit Stolz. Es spricht für unsere Jahrhunderte alteTradition. Das bedeutet jedoch nicht, daß wir dem ewigen Gestrigennachhängen und versuchen, die Vergangenheit zu konservieren. Nein,unsere Tradition ist für uns zugleich Verpflichtung, Gegenwart undZukunft rechtschaffen mit zu gestalten.Wie eh und je sind es junge Handwerkerihrer Zeit, die in die Welt hinausziehen, um an den vielfältigen Begegnungender Wanderschaft als Mensch und Fachmann zu reifen und zu wachsen.
Doch blicken wir einmal kurz auf die 200 Jahre zurück:
Die geistige Bewegung der Aufklährungszeit Ende des17. aber vor allem im 18.Jahrhundert hatte gewaltige Veränderungenin allen Lebensbereichen ausgelöst. Mit der Erfindung der Dampfmaschine1765 durch James Watt wurde das Industriezeitalter eingeläutet undmit der Französischen Revolution 1789 wurde der Menschheitstraum vonFreiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ausgerufen. In Weimar, derdiesjährigen europäischen Kulturstadt, legten Goethe und Schillerden Grundstein für das Volk der Dichter und Denker. Die ständischeGesellschaftsordnung zerbrach und mit ihr verloren auch die mittelalterlichenZünfte ihre ursprüngliche Bedeutung. Die fremden Wandergesellen,die nun nicht mehr in den familiären Schoß ihrer Zunft eingebundenwurden, schlossen sich zu eigenen Vereinigungen zusammen wie zahlreicheStubenschilder aus jener Zeit belegen. In diesen Vereinigungen, unserenGesellschaften, wurde das zünftige Handwerkskulturgut bis auf denheutigen Tag gepflegt und bewahrt.
Doch kaum hatten die fremden Zimmergesellen zu Lübeck1799 ihr Stubenschild aus der Taufe gehoben, als Napoleon Europa mit Kriegüberzog.Bei der Verfolgung von Blücher wurde 1806 auch Lübeck erobertund fiel den Plünderungen anheim. Es grenzt an ein Wunder, daßdas Stubenschild dem Ansturm der wilden Soldateske überdauerte. EineInschrift auf unserem Stubenschild weist auf diese schlimme Epoche unsererHansestadt hin, die da lautet:
"Zum Gedenken an alle, die gefallen sind."
So könnte ich die Existenz unseres Stubenschildesmit unserer bewegten Geschichte über zwei Jahrhunderte verknüpfen.Doch das würde den Rahmen der heutigen Veranstaltung sprengen. Aufdrei Begebenheiten möchte ich jedoch kurz eingehen: Aus dem Nachlaßeines verstorbenen Kameraden wurde mir vor Jahren ein Fremdenbild zugestellt,das die Aufschrift trägt:
,,Vivat, es leben dreimal hoch, die dem grausamenVölkermorden glücklich entronnenen rechtschaffenen fremden Zimmergesellenzu Lübeck in der neuen Deutschen Republik, Oktober1919.
Jeder Kommentar dazu erübrigt sich. Stolz und dankbarhalten die Gesellen das Stubenschild in die Höhe. Sie und das Stubenschildhaben den 1. Weltkrieg überlebt.Auch den Bombenhagel von 1942 überstanddas Stubenschild als die schöne Lübecker Innenstadt von 234 britischenBombern inSchutt und Asche gelegt wurde. So konnte 1949, genau vor 50 Jahren,das 15Ojährige Stubenschild - Jubiläum begangen werden.. Allerechtschaffenen fremden Gesellen, die den zweiten Weltkrieg überlebthatten trafen sich in Lübeck zu einer machtvollen Demonstration füreine bessere Welt in Frieden und Freiheit.
Auch junge Reisende waren schon wieder dabei. Wir freuenuns einige von ihnen hier heute begrüßen zu dürfen Kameraden,steht doch einmal auf! Schön, daß Ihr gekommen seid. Habt DankEuch zu Ehren hat die Lübecker Gesellschaft eine Urkunde vorbereitet,die Euch unser jüngster Reisende nun aushändigen wird! -Beifall- Alle Übrigen Gesellen, die vor 50 Jahren dabei waren und von unsnicht erfaßt werden konnten, vor allem die Maurer, mögen sichanschließend bei mir melden.Aber zwei weitere Veteranen waren 1949ebenfalls dabei. Unsere Kameraden Johann Tiedemann und Johannes Weimannaus Lübeck, 92 und 93 Jahre alt. Auch unseren Ältesten werdenvon unserem Jüngsten die Ehrenurkunden überreicht.
Werte Kameraden, habt Dank für Eure Treue undholt ju stief!
Heute, zum 2O0jährigen Jubiläum erstrahlt unserStubenschild in neuem Glanz und erhellt unsere Herzen. Unser Kamerad RolfLandschoof hat es neu eingefaßt. Wir hoffen und wünschen, daßsich noch recht viele junge Gesellen unter dem Stubenschild erwandern werdenund frohen Mutes in eine friedvolle Welt hinausziehen, um unserer Zunftund unserem Handwerk Ehre zu machen.
Mit Gunst und Verlaub, mit Gunst!
Nach soviel bewegenden Worten fällt es mir schwer,meinen Dank entsprechend zu formulieren.
Stadtpräsident
Zu allererst danke ich Ihnen, Herr Stadtpräsident,daß Sie uns diesen würdigen Empfang in diesem so schönenund geschichtsträchtigen Bürgerschaftssaal der Hansestadt Lübeckermöglicht haben. Als wir vor über 2 Jahren bei Ihnen. anklopften,haften Sie für uns diesen Saal sogleich reservieren lassen. Das stimmteuns ungemein froh. Das war das Wichtigste für die Startphase. Nunkonnte nichts mehr schiefgehen. Zur Erinnerung an diese Stunde, sehr geehrterHerr Stadtpräsident überreichen wir Ihnen einen Charlottenburger,den wir extra zu diesem Jubiläum haben anfertigen lassen.
Wir haben uns vorgestellt, daß, wenn sie den Charlottenburgerin einer Mußestunde mal naher betrachten, der Streß und diezentnerschwere Verantwortung für diese Stadt von Ihren Schultern fälltund Sie in Gedanken entspannt und sorglos als fremder Maurer durch unsereschöne Welt auf Wanderschaft gehen. Herzlichen Dank!
Lübecker gemeinnütziger Bauverein
Unser Dank gilt ebenso dem Vorstand des LübeckerBauvereins, der treu im Sinne von Otto Passage, wie Sie, verehrter HerrThomsen, es einmal formulierten, stets zu uns stand. Ohne Ihre Einwilligunggäbe es im Hansahof kein Gesellenlogis. Wir treuen uns, daßdiese emotionale Bindung von Ihren Nachfolgern ebenso gesehen wird. DennIhre Hilfestellung für unser Jubiläum rund um den Hansahof warunermeßlich. Dafür danken wir Ihnen, Herr Krellenberg sowieHerrn Nehlsen, Herrn Aue und allen Ihren Mitarbeitern von ganzem Herzen.
Innung des Baugewerbes Lübeck
Ferner gilt unser Dank der Innung des Baugewerbes Lübeck,die spontan den finanziellen Grundstock für unser Fest anschob. Ichfreue mich ganz besonders, lieber Carsten, daß Du als Jungunternehmeruns die Grüße der Innung überbrachtest. Du stehst fürdie Zukunft der Innung wie Unsere jungen Kameraden für unsere Zunft.Es wäre schön, wenn Du und Deine lnnungskollegen mithelfen könnten,unsere jungen Kameraden, die ein paar Wochen in unserer Stadt arbeitenwollen, zu beschäftigen.
Mein Dank gilt ferner der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft,die uns ebenfalls zur Seite standen. Ich bitte Sie, Herr KIey, Herrn Haakerund dem gesamten Lübecker Handwerk unseren Dank auszurichten.
IG BAU
Als ein besonders aktiver Freund und Helfer hat sichKollege Harro Martinßen von der IG BAU erwiesen. Er wurde nicht müde,uns materiell und ideell zu unterstützen. Vielen wichtigen Tips undAnregungen verdanken wir seinen Erfahrungen, die er u. a. auch als Wehrführerangesammelt hat. Ich bitte Euch lieber Borwin und lieber Manuel, dem Harro,der heute nicht hier sein kann; unseren Dank zu übermitteln.
Ich danke darüber hinaus allen Freunden und Förderernder Zunft, die dazu beigetragen haben, uns den Weg zu unserem Fest zu ebnen.Insbesondere danke ich meinen Lübecker Kameraden, die in jahrelangerKleinarbeit gemeinsam mit mir den Entwurf der Fahne und die Gestaltungunseres Jubiläums entworfen und organisiert haben. In diesen Dankbeziehe ich unsere Herbergsmutter mit ein, die unser Mühenstets einfühlsam und konstruktiv unterstützte.
Zum Schluß, werte Kameraden, danke ich Euch, daßIhr so zahlreich unserer Einladung gefolgt seid. Ihr seid das Rückgratunserer Vereinigung und der Mittelpunkt unseres zünftigen Festes.Laßt heute und zukünftig in Lübecks Mauern Eure Liedererschallen zu Ehren unseres Handwerks und zu Ehren unserer Zunft.
Wir verabschieden uns vom Stadtpräsidenten mit demschönen und hoffnungsfrohen Lied
"Den schönsten Frühling".
Ich danke Euch
Werrner Frenz
(Altgeselle zu Lübeck)
Veranstalter : Verein zur Förderung europäischerGesellenzünfte.
Vom : 13. -15. Mai 1999.
Mit Gunst und Erlaubnis!
Liebe Gäste, - Vertreter von Verbänden, - werteKameraden!
Im Namen unserer ehrb. Vereinigung der rechtschaffenenfremden Zimmer - und Schieferdeckergesellen Deutschlands, sowie dem Vereinzur Förderung europ. Gesellenzünfte möchte ich Sie alle,hier und heute, recht herzlich begrüßen.
Ganz besonders den Herren Stadtpräsidenten der HansestadtLübeck, Herrn Peter Oertling, seines Zeichens auch ein Meister desHandwerks. Wir sind sehr erfreut über die Ehre, uns in diesen geschichtsträchtigenMauern, in dem Bürgerschaftssaal des Rathauses der Hansestadt Lübeck,erbaut im 13. bis 16. Jahrhundert, zu empfangen. Uns aber auch die Gelegenheitgeben, unser alljährlich stattfindendes Himmelfahrtstreffen, gekröntmit der Fahnenweihe der Gesellschaft der r. frd. Zimmer- und Schieferdeckergesellenzu Lübeck, zu begehen.
Im Jahre 1963, vor nun 36 Jahren, waren wir das letzteMal Gäste in Ihrer sehr schönen Stadt. Wir befanden uns auf demWege nach Kopenhagen, um dort unser zweites europäisches ZunftgesellenTreffen, zu feiern. Das Erste war 1953 in Luxemburg. Uns hat es damalshier so gut gefallen, daß wir gar nicht weiter wollten und das wirddieses Mal bestimmt wieder so sein!
Wir leben nun einmal in Traditionen und diese Überlieferungen,über hunderte von Jahren haben Kaiser und Fürsten überlebt,das beweisen unsere Fahnen und Utensilien.
Zwei furchtbare Weltkriege, mit Millionen von Opfern,Kriegsgefangenschaft und Vertrei-bungen haben auch aus unseren Reihen vieleunsinnige Opfer gefordert, gerade nach Kata-strophen ging es wie ein Ruckdurch die Kameraden welche überlebten und sie kamen wieder hervor,aus dem nichts, wie Phönix aus der Asche und reihten sich wieder einund schworen:
"Treue der schwarzen Ehrbarkeit".
Es sind seit 1949, - 50 Jahre vergangen. Die jetzt genanntenKameraden, waren die ersten Fremden, welche sich nach dem 2.Weltkrieg wiedererwandert haben:
Wegner, Karl Heinz - Gesellschaft Kiel
Wettwer, Karl Maria -Gesellschaft Altona
Kelpe, Gustav - GesellschaftHarburg
Dahlgren, Werner - GesellschaftAltona
Müller, Hans - GesellschaftKöln
Champiomont, Dieter -Gesellschaft Stuttgart
Wilkens, Erwin - Gesellschaft
Die Kameraden Weimann, Johannes im 93 und Tiedemann, Johannesim 91 Lebensjahr, sind die ältesten Fremden in unserer ehrb. Vereinigung.
Die Ehrungen werden in den Gesellschaften vorgenommen,die Lübecker Gesellschaft hat schon Anerkennung überbracht,jedoch bitte ich Euch, um Respekt und Applaus. -
Es ist nicht nur ein Himmelfahrt - Treffen welches wirheute haben, nein wir feiern ebenso ein 200 hundertjähriges Stubenschild- Jubiläum der rechtschaffenen fremden. Zimmer- und Schiefer- deckergesellenzu Lübeck.
Die Planung und der Entwurf dieser neuen Fahne, welchewir heute weihen werden, hatte ihren Ursprung bereits vor zehn Jahren,jeder Geselle konnte seine Anregungen und Ideen einbringen, letztlich istdieser Entwurf das Ergebnis welches wir heute erblicken.
Bereits 1995 war die Weihe dieser Fahne schon geplant,doch unser 200jähriges Stubenschild forderte ebenfalls einen feierlichenRahmen.
Es ist die Einsatzbereitschaft der Lübecker Gesellschaftdiese neue Fahne zu bekommen anzuerkennen, doch ganz besonders der Einsatzihres Altgesellen Frenz, Werner.
Mit Gunst und Erlaubnis, ich bitte die Kameraden dieFahne zu enthüllen!
Der Ursprung dieser Fahne ist ein historischer, und zwarder, welcher den Dokumentationen der vorherigen Fahne und des 200 jährigenStubenschildes entnommen worden ist, dieses äußert sich vorallem in der Aufschrift:
"GESELLSCHAFT DER FREMDEN ZIMMERGESELLEN ZU LÜBECK"
Ebenso durch den Zimmer und den Mauergesellen auf derVorderseite.
Es ist hier absolut stilecht und naturgetreu aber auchmaßstabgerecht wiedergegeben worden, wie es die historischen Vorlagenaussagen. Alle Stickereien erfolgten direkt ins Fahnentuch, es sind keineApplikationen!
Nun im einzelnen zu den Motiven:
Die Vorderseite:
Ein Zimmer - und ein Mauergeselle marschieren den Charlottenburgerunter dem Arm wie, seit über 200 Jahren zum Holstentor hinaus in dieFremde, ihnen gehört die große, weite Welt.
Der Spruch über dem Holstentor: "CONCORDIADOMI FORIS PAX"
"Friede nach außen und Eintracht nach innen“
ist auch die Inschrift der Fahne.
Alle Zinnen und Fenster sind naturgetreu nachgebildet,Mauerschichten und Mauerverbände sind gut erkennbar. Links ragen dieTürme der Marienkirche, mit Schiff und Dachreiter hervor Rechts derTurm der Petrikirche mit den Salzspeichern im Vordergrund, durch diesekönnen wir den weißen Giebel des Hotels Jensen erkennen. Sogardie Eckeinfassung der Türme mit den Gotländischen - Granitquadernkommt durch die kunstvolle Stickerei gut heraus. Über dem Holstentordas Lübecker Stadtwappen, der zweiköpfige Adler.
Oben links eine echte Hansekogge, mit welcher die Sehnsuchtnach Freiheit in die weite Welt hinaus getragen wird, die aber auch LübecksAufstieg zur, Königin der Hanse, mit begründet hat.
Rechts oben der Bereich der Weltkugel, der am häufigstenbereist wird. Über dem Holstentor geht der helle Morgen auf, der denOptimismus der Gesellen symbolisiert.
Die Rückseite:
Das Handwerkswappen der Zimmerer steht der Traditionverpflichtend im Mittelpunkt der Fahne und ist Originalwerkzeugen maßstabgerechtnachgebildet.
Sogar eingestanzte Markenkennzeichen sind erkennbar.Wir sehen oben den Zirkel, darunter die Kreuzaxt, links das Breitbeil undrechts die Axt, quer die Stoßaxt und den Zimmererwinkel.
Als Vorlage dienten Werkzeuge aus der Sammlung unseresKameraden Levermann, Klaus. Unten rechts sehen wir das Handwerkswappender Schieferdecker und unten links, daß der Tischler.
Schrift und Schriftzüge wurden von unserer altenFahne entnommen.
Wir lesen den Schriftzug:
DES FREMDEN ZIMMERGESELLEN SCHÖNSTE TAGE
SIND FÜRRWAHR SEINE WANDERJAHRE,
Mit der Aufforderung an die jüngeren Gesellen unsererehrbaren Vereinigung dem Weihspruch dieser wunderschönen Fahne indas nächste Jahrtausend zu folgen,
weiheich diese Fahne mit dem Spruch:
WAS DU ERERBTVON DEINEN VÄTERN HAST,
ERWIRB ES UMES ZU BESITZEN
Linderoth Nils - Peter
(1. Vorsitzender)![]()